Stranger in Heidelberg

Der Film „Stranger in Heidelberg“ von Christian Beck und Christoph Bertolo lädt den Zuschauer ein, Heidelberg als Touristenattraktion tiefer zu hinterfragen. Jenseits der alten Bauwerke, die den romantischen Charme der Stadt ausmachen, steckt ein ausgearbeitetes Konzept. Ziel der Stadt Heidelberg ist es, in Form eines Themenparks die Reize der Stadt mundgerecht zu bündeln und die Erwartungen der Touristen gezielt zu bedienen. Die Gegenseitigkeit dieses Verhältnisses ist es, die diesen Film dem Zuschauer nahe bringen möchte. Der Tourist und Heidelberg als Attraktion stehen im Mittelpunkt dieses Filmes. Da die Stadt und die Touristen die Protagonisten des Films sind, wurde in Heidelberg selbst gedreht und vor Ort Touristen aus aller Welt vor die Kamera gebeten. Auf anschauliche Weise werden Theorie und die Praxis der Ethnologie direkt an einem konkreten Fall filmisch untersucht und dem Zuschauer nahe gebracht.

[vimeo http://vimeo.com/101395829 w=710 h=409]

Christian Beck hat vor und während seines Studiums journalistisch gearbeitet und kümmerte sich um die zahlreichen Interviewpartner. Christoph Bertolo arbeitete vor seinem Studium fünf Jahre als Kameraassistent und Kameramann. Geschnitten wurde der Film am heimischen PC. Das Manko dieses Films ist die veraltete Kamera. Für Christian Beck war dies der erste Film und für Christoph Bertolo der erste, den er selbst geschnitten hat. Der Film wurde an fünf Drehtagen aufgenommen und an drei Tagen geschnitten.

Die Erfahrungen aus diesem Film hat Christoph Bertolo als Tutor des Kurses „Ethnologischer Film“ an andere Studierende weiter gegeben.

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“Stranger in Heidelberg” takes a critical look at the ways Heidelberg is conceptualized as a tourist attraction. An elaborate concept presenting the city as a site of ancient monuments and romantic charm provides tourists with “bite-size” themes in order to match tourists’ expectations. The film tries to capture this mutuality of city and tourists. Heidelberg itself became the object and site of film production and tourists from all parts of the world were asked to give statements to contribute to the film. Thus “Stranger in Heidelberg” also provides an insight into the theory and practice of ethnographic film.

Christian Beck worked as a journalist before and during his academic studies and took care of the interview partners. Christoph Bertolo has worked as cameraman and assistant cameraman for five years before he startet studying. A shortcoming of this film is the old-fashioned camera equipment. The film was shot during five days and cut at a home PC during three days. It is Christian Beck’s first film and Christoph Bertolo’s first own cutting experience. He has provided other students with his experiences during this film as tutor of the course “Ethnographic film”.

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