Zwischen den Welten

Im Film wird die Situation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Heidelberg beschrieben. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verhältnis von Sprache und Bildungs- bzw. Berufsperspektiven.

Der Fokus bei den Kindern und Jugendlichen sollte auf deren Selbstwahrnehmung, Gruppenzugehörigkeitsgefühl und Zukunftswünschen liegen. Unser zentrales Anliegen bestand darin, herauszuarbeiten inwiefern eine Abgrenzung zur hiesigen Kultur besteht. Zentrale Fragen an die Kinder und Jugendlichen waren unter anderem: Was assoziieren sie als typisch deutsch? In welchem Grad fühlt man sich deutsch? In dem Fall, dass die Kinder und Jugendlichen eine gruppennationale Abgrenzung empfinden, war uns wichtig, herauszufinden, worin die Gründe hierfür liegen. Wir fragten nach Differenzen zwischen der kulturellen Prägung im Alltagsleben, ob es zu Konflikten mit den Erwartungen der Eltern kommt und welche Beziehung die Kinder und Jugendlichen überhaupt zu ihren Eltern haben.

Wir fragten sie, wie mit Vorurteilen und Rassismus in der Gesellschaft umgegangen wird und inwiefern sie damit konfrontiert sind.

Weitere Punkte waren, wie sie sich in und durch die Medien angemessen oder überhaupt repräsentiert fühlen und was sie sich von der Zukunft erwarten und erhoffen. Was denken sie, wie ihre Aussichten, Perspektiven in Deutschland sind, auch im Vergleich zu deutschen Jugendlichen?

Neben der Selbstzuschreibung der Jugendlichen wollten wir die Fremdzuschreibung aus der Perspektive öffentlicher beziehungsweise staatlicher Einrichtungen einbeziehen. Dies wurde realisiert durch ein Interview mit Carola de Wit, der Migrationsbeauftragten der Stadt Heidelberg. Außerdem haben wir Interviews mit den Leitern des Jugendtreffs Hasenleiser, des Jugendtreffs Kirchheim und des Haus der Jugend geführt.

So ist ein Film entstanden, der viele verschiedene Sichtweisen zu dem Thema Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund darstellen kann.

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